Case Study 04neoHR · München · Public Sector Enablement2022–2023

UX-Wissen, das
im Team bleibt.

Ziel war eine Arbeitsweise, mit der die Teams selbst bessere und barriereärmere Entscheidungen treffen.

HerausforderungEine große Verwaltung mit sehr unterschiedlicher UX-Reife. Barrierefreiheit ist dort Pflicht und Qualitätsanspruch zugleich.
Meine RolleSenior UX/UI Consultant · UX Lead
Mein BeitragMethodenbaukasten und Accessibility-Praxis gemeinsam mit der Stadt aufgebaut. Für neoHR mit dem Team die wichtigsten Funktionen ausgewählt und in der vorgegebenen Technologie einen MVP entwickelt.
Ergebnis & EvidenzWiederholbarere UX-Entscheidungen im Team.Organisatorische Veränderung beobachtet

Gemessen heißt: die Zahl stammt aus einer dokumentierten Erhebung im Projekt. Beobachtet heißt: die Veränderung war im Alltag sichtbar, aber nicht sauber erhoben.

neoHR Case-Study mit Methodenkarten, barrierefreien Interfaces und Workshop-Artefakten
Schaubild 04 — Kontext, System und Wirkung

01 — Die Ausgangslage

Ein Workshop ist noch keine UX-Fähigkeit.

In einer Verwaltung mit 45.148 Beschäftigten treffen Methoden auf sehr unterschiedliche Teams. Sie müssen verständlich und zugänglich sein und ohne Spezialwissen funktionieren.

Der Kontext:Öffentlicher Sektor, viele Rollen und Prozesse, hohe Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Barrierefreiheit.

Die eigentliche Aufgabe:Methoden und Entscheidungswege bauen, die die Teams im Alltag benutzen.

02 — Die Wirkung

Weniger Abhängigkeit. Besser begründete Entscheidungen.

45.148Beschäftigte im Organisationskontext (Stichtag 31.12.2025)
FrühBarrierefreiheit in Research, Konzept und Komponente
MVPin vorgegebener Technologie, mit echten Inhalten

Teams konnten Methoden wiederholt einsetzen, Entscheidungen nachvollziehbarer begründen und Barrierefreiheit früher in die Produktarbeit holen. Der MVP lief in der vorgegebenen Technologie und zeigte die echten Inhalte. Damit konnte das Team entscheiden, ob es ihn ausbaut oder die Technologie noch einmal hinterfragt. Die Beschäftigtenzahl beschreibt die Organisation, nicht die Zahl der erreichten Nutzer:innen.

Öffentliche Einblicke sind im Verwaltungskontext eng gesteckt. Den Methodenbaukasten und einzelne Entscheidungswege erkläre ich gern anonymisiert im Gespräch.

Schema: vier Projektphasen mit einem durchgehenden Band für Barrierefreiheit und einem Entscheidungspunkt für den MVP-Zuschnitt.
Barrierefreiheit als durchgehendes Band, nicht als Abnahme am Ende

03 — Der Lösungsansatz

Methoden für Leute, die keine UX-Profis sind.

01

Sprache vereinfachen

Methoden aus dem UX-Jargon holen und so erklären, dass Fachseite und Produktteam direkt damit arbeiten können.

02

An echten Fällen testen

Den Baukasten an laufenden Entscheidungen schärfen.

03

Accessibility einbauen

Barrierefreiheit schon in Research, Konzept und Komponente abfragen, nicht erst bei der Abnahme.

„Enablement ist gelungen, wenn das Team die Methode nimmt und uns dafür nicht mehr anrufen muss.“Mein Maßstab für gelungenes Enablement

04 — Erkenntnisse

Was daraus hängen geblieben ist.

Einfach heißt nicht oberflächlich.

Eine klare Methode kann komplexe Entscheidungen tragen. Sie muss nur die richtige Komplexität zeigen.

Barrierefreiheit beginnt früh.

Je später sie auftaucht, desto mehr wirkt sie wie Einschränkung. Früh wird sie zum besseren Produktmodell.

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