Case Study 01S. Siedle & Söhne · Smart Home2024–2025

Komplex ist okay.
Unklar nicht.

Bei Siedle ging es nicht darum, ein kompliziertes Interface etwas schöner zu machen. Der ganze Planungsablauf musste verständlicher werden.

HerausforderungKonfiguration, die teilweise bis zu vier Stunden dauerte. Zu viele manuelle Prüfungen. Zu wenig Führung.
Meine RolleSenior UX/UI Consultant · Design Lead
Mein BeitragPlanungslogik, Design System und Produktbild zusammengebracht.
Ergebnis & Evidenz4 Std. → 7 Min.
9,5/10 CSAT
In der Case Study gemessen

Gemessen heißt: die Zahl stammt aus einer dokumentierten Erhebung im Projekt. Beobachtet heißt: die Veränderung war im Alltag sichtbar, aber nicht sauber erhoben.

Siedle Case-Study mit Konfigurator, Hardware und Ergebnismetriken
Schaubild 01 — Produkt, Systemlogik und gemessene Wirkung

01 — Die Ausgangslage

Bis zu vier Stunden Konfiguration. Das Interface war nicht das eigentliche Problem.

Installateur:innen verbrachten teilweise bis zu vier Stunden mit Konfiguration und manuellen Verkabelungsprüfungen. Einfach neue Screens bauen hätte da nicht viel gelöst.

Das Umfeld: Hardware, App, IP-Netzwerke, Installateur:innen, Endkund:innen. Alles hängt zusammen. Genau das macht es spannend (und eben kompliziert).

Die eigentliche Aufgabe: Das Fachwissen musste raus aus Köpfen und Prüfzetteln. Rein in eine Produktlogik, die Menschen Schritt für Schritt führt.

02 — Das Ergebnis

Die Komplexität blieb.
Nur nicht mehr beim Nutzer.

4h → 7mInstallationszeit laut Case Study (4h war der Maximalwert)
9,5/10CSAT laut Case Study
B2B2CVolumenfähiges Produkt-Ökosystem

Der Konfigurator hat spezialisiertes Wissen in einen geführten Ablauf übersetzt. Vorher: manuell prüfen, nachschlagen, hoffen. Danach gab das Produkt die nächsten sinnvollen Schritte vor.

Auch hier gilt: Öffentliche Artefakte sind aus Vertraulichkeitsgründen begrenzt. Anonymisierte Flows und Komponentenbeispiele zeige ich gern im direkten Gespräch.

Schema des Planungsablaufs: vorher sechs Schritte mit manuellen Prüfungen und zwei Rücksprüngen, nachher drei geführte Schritte
Der Planungsablauf, vorher und nachher

03 — Der Lösungsansatz

Einfach neue Screens bauen hätte nichts gelöst.

01

Erstmal alles auf den Tisch

Die Installer Journey zeigte, wo Planung, Konfiguration und Prüfung auseinanderfallen. Das Problem war plötzlich gemeinsam sichtbar.

02

Weg vom Geschmacksurteil

Design Sprints halfen, über Pain Points und Konsequenzen zu sprechen. Nicht darüber, wer welchen Screen „schöner“ findet.

03

Fachwissen ins Produkt

Der Wechsel war eigentlich simpel: weniger „Einstellungen konfigurieren“, mehr geführte Schritt-für-Schritt-Planung.

„Komplexität verschwindet nicht. Irgendwo muss sie hin. Gute UX packt sie ins System und nicht auf den Nutzer.“Was aus dem Projekt hängen geblieben ist

04 — Erkenntnisse

Was ich daraus mitgenommen habe.

Komplexität muss irgendwo hin.

Wenn das Produkt sie nicht trägt, landet sie bei den Nutzer:innen. Meistens mit Anleitung, Workaround oder Excel daneben.

Ein Design System ist kein „Design Zeug“.

Gut dokumentiert wird es zur gemeinsamen Arbeitsgrundlage. Das spart Diskussionen und am Ende auch Schleifen.

Arbeitest du an einem ähnlich komplexen Produkt?

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